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Mittwoch, 14. Januar 2015

Den Obstbäumen eine Krone aufsetzen Teil 1


Der  mecklenburgische Winter im Januar 2015 ertrinkt im Regen und der Sturm bläst immer wieder milde Temperaturen heran. Schmuddelwetter!! Da ist es schon Glück mal einen trocken Tag zu erwischen. Und ich habe diesen einen trockenen, sturmfreien und sonnigen Tag, letzte Woche ganz gut ausgenutzt. Ich habe angefangen die Obstbäume zu schneiden. Die älteren Bäume - die jetzt im 4. Jahr hier stehen müssen gelichtet werden, es werden nur die Äste entfernt die nach innen wachsen oder sich berühren. Diese Bäume haben im letzten Jahr die erste größere Ernte eingebracht. Die Apfel- und Birnenbäume hingen voll, ich musste die noch schwachen und jungen Äste abstützen.
Apfeltraum "Signe Tillisch"
































Im Herbst 2013 hatte ich  noch 5 kleine, junge Obstbäume  gepflanzt. Deren Krone wollte ich selbst gestalten, dazu mussten die kleinen Bäumchen aber auch noch ein ganzes Stück wachsen. Ein ganzes Jahr hat es gebraucht bis sie die richtige Stammhöhe erreicht hatten. Nun kann man sich fragen, warum kauft man nicht gleich einen Halbstamm ? Das würde viel Zeit sparen und die Bäume würden viel schneller tragen.  Ich wollte aber ganz individuell, den Standorten entsprechend, die Stammhöhe der Bäume selbst bestimmen. Es ist etwas besonderes den Bäumen einmal ganz persönlich die Krone aufzusetzen, den Baum  dadurch selbst zu gestalten.
Jetzt im Winter 2015 an einem, frostfreien, sonnigen und vor allem auch trockenen Tag habe ich meinen Bäumchen die Krone aufgesetzt - ob ich es richtig gemacht habe wird die Zeit erst zeigen, bis zum Herbst sollte sich dann schon eine kleine Krone gebildet haben - ich werde berichten.

Folgende Bäumchen habe ich geschnitten: "Blutapfel", "Clapps Liebling" "Pommerscher Langsüßer" und die Quitte "Bereczki"

der "Blutapfel"  und...
...und der "Pommersche Langsüßer" vor dem Schnitt

mit einer scharfen Schere, werden ALLE Äste sauber am...

.....Astring abgeschnitten und mit Baumwachs bestrichen

zurück bleibt der "Stamm"


dann wird individuell  über die Stammhöhe entschieden

ein schräger, sauberer Schnitt genau über einer Knospe - ist der Anfang der neuen Baumkrone


Zugegeben es sieht etwas komisch aus, das nun scheinbar angebundende "Stöckchen" im Garten herumstehen....doch ich weiß das daraus "meine" eigenen Bäumchen entstehen werden und ich bin sehr gespannt darauf, wie sie sich entwicklen.  Und wenn alles gut geht kann ich vielleicht in  4- 5 Jahren die ersten Früchte kosten - wir werden sehen. Es braucht halt alles seine ZEIT.

Donnerstag, 21. November 2013

Der Traum vom Apfelbaum


Nachdem vor knapp 4 Jahren die ersten 10 Obstbäume - natürlich alles alte Sorten - in meinen Garten einziehen durften, sind in diesem Herbst noch 5 Wunschbäume hinzu gekommen.

Auf meiner Wunschliste standen:

Apfelbaum, Sommerapfel "Langsüßer, Pommerscher"
Apfelbaum, Herbstapfel "Netzrenette/Burchardts Renette"
Apfelbaum, Herbstapfel "Blutapfel"
Birnenbaum, Sommerbirne "Clapps Liebling"
Quittenbaum, Quitte "Bereczki Birnenquitte"

Auf die ersten Früchte werde ich noch einige Jahre warten müssen, doch ich freue mich sehr über diesen tollen Obstzuwachs  - und mein Traum vom Apfelbaum geht in eine neue Runde.

Wer sich auch für alte Obstsorten interessiert, wird vielleicht bei
 http://www.alte-obstsorten-online.de/  fündig.
 Eine tolle Auswahl an alten Obstsorten und eine fachlich gute Beratung haben mich von dieser Baumschule überzeugt.

In diesem Jahr durfte ich einen (sehr großen) Apfel vom "Gartenmeister Simon" ernten,  der ganz wunderbar schmeckte. Auch die "Stina Lohmann" schenkte mir 2 köstliche Äpfel. Die "Signe Tillich" hat erst gar nicht geblüht und steht nun unter meiner genauen Beobachtung. Der "Pommersche Krummstiel" hat zwar seine ersten Blüten gezeigt aber keine Früchte getragen - es braucht halt alles seine Zeit. Die Birnenbäume und die Quittenbäume haben das erste Mal - sehr gut getragen und mir wirklich köstliche Früchte geschenkt.

In diesem Jahr habe ich allen Obstbäumen einen Weissanstrich gegönnt. Dazu gibt es auch ein interessantes Video in 2 Teilen von "Gartenfernsehen"

Den  2. Teil zu diesem Thema findet ihr bei http://www.gartenfernsehen.de/





Dienstag, 11. Januar 2011

Obstbaumwiese

Nun hat das Jahr 2011 die ersten Tage hinter sich gebracht und kommt doch mit recht milden Temperaturen daher - so das bei mir  die ersten Gartenhormone verrückt spielen - wie in jedem Jahr. Neue Planungen stehen an, man sieht die einzelnen Blumen und Sträucher schon in voller Blüte und der Geschmack von Erdbeeren und Stachelbeeren macht sich breit - obwohl das Thermometer nur so um den Nullgrad-punkt herum schleicht  - in mir ist das neue Gartenjahr längst erwacht.

Zwetschge 'Cacaks Schöne'
Im Oktober sollte eigentlich schon die dafür vorgesehene Wiese mit Obstbäumen bepflanzt werden, der frühe Wintereinbruch hatte aber diesen Zeitplan durcheinander gebracht.
Nun werden die Bäume voraussichtlich im Februar - wenn das Wetter mitspielt - gepflanzt.

Winterapfel 'Pommerscher Krummstiel'
Ich habe sehr lange nach den richtigen Obstbäumen Ausschau gehalten, sie sollten den hier vorherrschenden klimatischen Verhältnissen und den starken Winden angepasst sein, es sollten aber auch ausschließlich nur alte Sorten angepflanzt werden, möglichst auch Regionale Sorten. Ich musste leider schnell feststellen das ich  wegen dem mangelnden Platzangebot und den dürftigen Obstbaumbeständen meiner Nachbarn, bei den Kirschen und Zwetschgen teilweise auf neue Sorten ausweichen muss. In diesen Fällen habe ich mich für Selbstbefruchter entschieden.
Insgesamt will ich 10 Obstbäume pflanzen: 4 Apfelbäume, 2 Birnenbäume, 2 Zwetschgenbäume  und 2 Kirschbäume

 folgende Sorten habe ich ausgewählt:

Apfel:     Herbstapfel 'Gartenmeister Simon' (Das Besondere dieser Sorte besteht in ihrer guten Gesundheit. Sie wurde 1939 "entdeckt")

               Winterapfel 'Pommerscher Krummstiel' (Diese Sorte entstand vor 1850 auf der Insel Rügen oder in Mecklenburg)

               Herbstapfel 'Signe Tillisch' (Seit 1884 befindet sich diese Sorte bereits im Handel. Entdeckt wurde sie ca. 1866 auf Jütland)

               Winterapfel 'Stina Lohmann' (Um 1800 lebte eine Frau namens Stina Lohmann im schleswig-holsteinischen Kellinghusen. Vom selbst gepflanzten Apfelbaum pflückte sie die Früchte und verteilte diese an Bedürftige und Kinder. Nach ihrem Tod wurde diese Sorte nach ihr benannt)

Zwetschgen/Pflaumen:
  
               Zwetschge 'Cacaks Schöne' / selbstfruchtend

               Zwetschge 'Hanita'/ selbstfruchtend

Süßkirsche/Sauerkirsche:

               Sauerkirsche 'Gerema' / selbstfruchtend

               Süßkirsche 'Lapins' / selbstfruchtend

 Winterbirne 'Gräfin von Paris'
Birnen:

               Winterbirne 'Gräfin von Paris', 'Comtesse de Paris

               Winterbirne 'Liegelts Butterbirne' 




Auf meiner Wunschliste stehen nun noch Quitten und einige Wildfruchtsorten wie Holunder, Kornellkirsche usw.....aber da ist die Standortfrage noch nicht geklärt und muss somit noch warten......ich kann nun kaum noch den Februar erwarten, wenn die Bäumchen kommen und ich buddeln kann :o)

Sonntag, 21. November 2010

Bücherstübchen: "Farbatlas Alte Obstsorten"

Es ist Pflanz-zeit - und bei uns laufen die Vorbereitungen für unsere kleine Obstwiese mit 10 Obstbäumen alles alte Sorten....dazu später mehr...hier ein Buch zum Thema was bei der Sortenwahl sehr hilfreich sein kann.
 
Ob nur einen Apfelbaum oder Kirschbaum angepflanzt werden soll - oder eine ganze Streuobstwiese - bevor man zum Spaten greift und fleißig Pflanzlöcher buddelt, sollte man sich schon etwas genauer über die weitreichende Sortenvielfalt, des jeweiligen Obstes informieren.
Das Buch ist dabei ein hilfreicher Begleiter. Die Verfasser des Buches hatten es schwer aus den unzähligen Sorten, die es (noch) gibt, eine überregionale Wahl zusammenzustellen - leider werden viel mehr Obstsorten aus den süddeutschen Raum vorgestellt - was für mich als Nordlicht einen Punkt Abzug bedeutet.
Ansonsten punktet das Buch mit tollen Bildern und einer sehr guten Beschreibung, der jeweiligen Sorte. Man erfährt nicht nur kurz den geschichtlichen Hintergrund, sondern auch für welche Krankheiten die Sorten anfällig oder widerstandsfähig sind. Standortfragen werden geklärt und ob sich die Bäume für Streuobstwiesen eignen oder nicht. Auch über die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten und die Lagerfähigkeit wird sehr gut informiert.
 Kurz, klar und deutlich erhält jede ausgewählte Sorte eine tolle Präsentation, die auch für Gartenneulinge sehr anschaulich ist. Ein Buch das zeigt das es viel mehr Vielfalt gibt ,als das was uns an hoch gezüchteten Obst im Supermarkt angeboten wird.
Die Zeit ist wieder reif für die unvergessenen Früchte unserer Urgroßväter!