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14. Mai 2014

Weich und seidig . . .




. . . ist dieses handgesponnene Garn geworden. Ich hatte mir einen handgefärbten Kammzug von Géraldine ausgesucht, um ihn mit in den Osterurlaub zu nehmen. Ausnahmsweise hatte ich ein ganz bestimmtes Strickprojekt vor Augen (zu dem ich beim ersten Anblick in spontaner Liebe entbrannte) für das ich spinnen wollte. 

Geponnen habe ich mit kleinster Übersetzung ganz langsam und genüsslich (und auch sehr lange) und meinen neuen WooLeeWinder fürs Lendrum benutzt.

Die Mischung des Kammzugs (und damit auch des fertigen Garns): Corriedale und Milchseide

Ich war so stolz, dass ich das weich ausgesponnene Singlegarn ohne Reissen von der Spule auf die Haspel bekam, war aber so dämlich, es beim Waschen nicht gut genug abzubinden, was dazu führte, dass ich Stunden damit verbrachte, es danach wieder zu entwursteln. 

Die Lauflänge des Garns beträgt ca. 400m/100g. Da bin ich etwas übers Ziel hinaus geschossen, denn ich hatte 300m/100g angepeilt.

Beim Anstricken stellte ich fest, dass der weiche seidige Charakter des Garns gar nicht so gut zu meinem Strickprojekt passt. Ich habe es nun mit einem etwas kernigeren Material angestrickt . . . dazu aber später.




230g frisch von der Haspel

Beim Wickeln verhielt sich das seidenweiche Garn fast so zickig wie echte Seide, es flutschte und brachte den Wollwickler und mich an unsere Grenzen ;-), weshalb es auch zwei Knäule werden mussten, denn ein "Abrutschen" drohte.





20. März 2014

Wollen wir dann mal zusammen auspacken?


Mögt ihr mit mir das Paket auspacken, das ich mit großer Spannung erwartet habe? Es enthält mein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Bereits im November hatte der Inhalt mein Interesse geweckt, denn der kleine Bruder ist hier bereits erfolgreich im Einsatz :-).




Und jetzt erstmal tief durchatmen . . . und den Deckel auseinanderbiegen . . .
aaaah!!!



Und das ist der Inhalt: Ein ganz besonderer Spinnflügel für das Lendrum, der WooLee winder für den großen Spinnkopf.




Den kleinen Spinnflügel habe ich 2011 direkt mit dem Lendrum zusammen bei P & M Woolcraft in England bestellt. Schon lange sind er und das Lendrum mein "Dreamteam". Ich muss allerdings auch erwähnen, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mich an das "andere Spinngefühl" zu gewöhnen.
Als ich dann im November 2013 entdeckte, dass es nun auch einen Flyer für den großen Spinnkopf gibt, war ich sofort elektrisiert.
Diesen Spinnflügen gibt es (noch?) nicht bei P & M Woolcraft, so dass mein Mann ihn für mich direkt bei Nathan Lee in Oregon bestellt hat. Wer in den USA bestellt, muss die Einfuhrumsatzsteuer miteinplanen, die derzeit 19 % beträgt und beim Zoll entrichtet werden muss. Die Preise auf der homepage von Lee sind also Nettopreise. Spannend bleibt natürlich bei so einer Bestellung immer, welcher Kurs Berücksichtigung findet.
Alles in allem ist derzeit aber eine Bestellung in den USA minimal günstiger als in England (wenn man sich für den Kleinen interessiert). Ich habe es grade mal durchgerechnet.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich den "Dicken" nun habe und freue mich darauf ihn auszuprobieren. 

die beiden Spinnflügel fürs Lendrum

Gestern abend trafen Géraldine, Ute und ich zum "Arbeitstreffen" in der Werkstatt. Da wir unsere Tagesordnungspunkte schnell abgehakt hatten, nutzten wir die Zeit, um ganz friedlich zu dritt vorm Ofen zu sitzen und zu spinnen. Ich versponn und verzwirnte die Cheviotwolle mit dem kleinen Flügel  und bin sicher, dass sie deutlich dünner ist, als der erste Versuch. Ich bin auf die Lauflänge gespannt. 
Danach bin ich bereit, das Dickerchen einzuweihen.


Und so sieht die Wolle frisch von der Haspel genommen aus. Das hellblaue Fädchen ist 4-fach Sockenwolle. Ich bin zufrieden, auch wenn ich mir eine höhere Lauflänge erhofft hatte (denn ich wollte mal absichtlich "dünn" spinnen).