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23. Juli 2012

. . . ein paar Stunden später . . .


. . .  habe ich mir eine Pause verdient (und leider auch anderes zu tun). Zupfen, kurbeln, abnehmen, bewundern . . . und das Ganze von vorn. Die kardierten Vliese wurden immer schwerer ohne dass ich mich bewußt darum bemühte mehr Wolle auf die Maschine zu packen - um die 60 g wiegen die zuletzt kardierten. Das Jakob-Vlies ist merklich geschrumpft und meine Hände sind von dem Restlanolin in der gewaschenen  Wolle gepflegt wie selten.
Übrigens findet sich auch in gewaschener Wolle Flora und Fauna.


Das nächste Abenteuer liegt bereits in der Wanne. Es handelt sich um Susis Vlies. Ich hatte schon ein paar Probestücke gewaschen und festgestellt, dass es eine Filzschicht zwischen den weichen Unterhaaren und den langen Strähnen gibt (der viele Regen ist Schuld). Gewaschen wird das Vlies jetzt aber auf jeden Fall komplett, denn zum Einfilzen sind die Strähnen (notfalls dann eben abgeschnitten) gut zu gebrauchen.


Nachdem ich am frühen Abend noch Zupf- und Kurbelhilfehilfe von zwei 10- und 12-jährigen Mädchen bekommen hatte, sah die Ausbeute des Tages so aus.



8. Juli 2012

Norsk Spaelsau-Vlies


Susi, das Patenschaf meiner großen Tochter, hat mal wieder Wolle gelassen. Die zarten Füße unten haben die Schuhgröße 45 und gehören zu meinem Bruder, der staunend das am Stück geschorene Vlies betrachtet. 
Oben seht ihr Susi (vor der Schur) mit ihren Kindern Pelle und Stina. Sind sie nicht nett?

Hier mehr zu meinen tierischen Nachbarn ;-)

5. August 2011

Bildergeschichte: Vom Schaf zum kardierten Vlies


Hier kommt Susi auf Zuruf meiner großen Tochter angetrabt, unser Norsk Spaelsau Patenschaf aus der Nachbarschaft.
So sieht Susis Vlies frisch vom Schaf aus. Susi wird mehr und mehr zur Blondine.


Hier habe ich das komplette Vlies (mal wieder von Ute perfekt am Stück geschoren) in die Badewanne verfrachtet. Warmes Wasser mit einer Hand voll Feinwaschmittel dazu und ein paar Stunden warten . . .


. . . und das Vlies schwimmt in einer Dreckbrühe. Nachdem ich das Wasser abgelassen hatte, habe ich das Vlies vorsichtig eingerollt, in eine Klappbox verfrachtet und die Wanne mit frischem Wasser gefüllt, das Vlies wieder eingelegt, gewartet, bis das Wasser wieder schmutzig war und die Prozedur noch einmal wiederholt.


Hier trocknet das gewaschene Vlies im Schatten.


Heute ging es dann weiter. Ich durfte nach Einführung durch Ute deren Picker nutzen (ein martialisch anmutendes Gerät mit spitzen Zähnen, das das Zupfen der Wolle von Hand ersetzt).

@ Bärbel: Ich nehme an, dass der angelsächsische "Picker" seine deutsche Entsprechung im "Wolf", der "Kratze" und "Entfilzungsbank" hat. Ein ähnlich aussehendes Gerät habe ich unter diesen Bezeichnungen in "das grosse Spinnbuch" von Miriam Meertens gefunden (nur noch im Antiquariat erhältlich).

Unten seht ihr einen Teil der gepickten Wolle, das perfekte Material, um die Kardiermaschine zu füttern.


Unten die ersten beiden fertig kardierten Vliese, die jeweils um die 100 g wiegen.


Ende gut, alles gut! Winke, winke an die Schafhalter Ute und Ludger!

8. Juli 2011

Wärmespender


Beim letzten Spinntreffen bei meiner Nachbarin Ute habe ich angefangen, dieses dicke Singlegarn auf dem Hammerrad zu spinnen.

Material: British Falkland Wolle von der Zauberwiese, ein Kammzug namens Wärmespender

Ich bin sehr zufrieden. Es sollte dick werden und es wird gut mit Nadelstärke 6 aufwärts verstrickbar sein.




Diese Stränge, ebenfalls ehemalige Zauberwiesenkammzüge sind zweifädig und navajoverzwirnt.
Ich bin mit ihnen allerdings nicht zufrieden, da das Garn mir beim Verzwirnen dauernd gerissen ist. Das Problem ist eigentlich keins. Ich habe entspannt gesponnen, das mag mein Tom (das alte Modell) nicht, sein Einzug ist zu stark. Ich brauche also für den langen Auszug ein anderes Rad. Mit dem Lendrum, einer Kurzleihgabe von Ute, klappte es viel besser.


Unten seht ihr das Vlies von Susi, dem Patenschaf (Norsk Spaelsau) meiner Tochter, rechts das Vlies von Schüppchen, einem Jakobschaf.


Die Patenschafgebühr habe ich dieses Jahr in der Wollwährung beglichen. Hier habe ich die Färbeschätze aufgebaut, damit sich Ute, die Schafhalterin, ein paar Stränge aussuchen konnte.

Nachtrag am 12.07.: Diese Patenschaft kann man nicht kaufen ;-)
Es ist eine Absprache zwischen meiner spinnenden, schafhaltenden Nachbarin und mir. Es geht hauptsächlich darum, das meine tierliebe große Tochter bei allen Maßnahmen rund ums Schaf dabei sein kann. Sie fährt gelegentlich mit, wenn ein Teil der Herde die Weide wechselt, hilft beim Entwurmen, assistiert bei der Schur . . . und natürlich wird Susi gründlich geknuddelt.
Ich bekomme das Vlies :-)


12. Oktober 2010

Wolliges vom Wochenende


Ist das nicht herrlich? Am Sonntag konnte ich vom Spinntreffen bei meiner Nachbarin Ute die Lammwolle unseres Patenschafs Susi mitnehmen.
Ein Wäschekorb Susi-Wolle, herrliche Norsk Spaelsau Lammwolle mit blonden Spitzen. Meine große Tochter, die vor allem fürs Susi-Knuddeln und Liebhaben zuständig ist, wünscht sich ein gefilztes Krägelchen mit Susilocken, über den Rest darf ich frei verfügen.
Außerdem habe ich 500 g Alpakawolle vom weißen Hengst Balduin erstanden.
Traumhaft! Da mein bestelltes Garn zum Färben immer noch nicht da ist (die Post hat mein Paket bei einer anderen Kundin abgeliefert), tröste ich mich jetzt damit, die Alpakawolle nach und nach zu waschen, zu kardieren und zu verspinnen.
Waschen ist nötig, denn ich finde, dass Balduins Wolle doch sehr anders als Schafwolle riecht (und den Schafgeruch liebe ich), mehr wie Hund, zumal auf der hellen Wolle die Verschmutzungen nicht zu übersehen sind.


Die Ausstrahlung des auf Utes Hof gedrehten Kurzfilmchen "rund um´s Schaf" für die WDR-Lokalzeit hat sich übrigens verzögert. Nach Information durch die zuständige Redakteurin (oder heißt es Regisseurin?) soll der Beitrag anfang dieser Woche ausgestrahlt werden.
Da er gestern nicht lief, ist eine Ausstrahlung heute oder morgen wahrscheinlich.
Hier der direkte link zur 7-Tage-Rückschau, wo der Beitrag dann abgerufen werden kann.

Nachtrag 14.10.: Der Beitrag lief auch gestern noch nicht, es bleibt spannend ;-)

4. August 2010

Susi und Strolch, die neuen Familienmitglieder


Ist er nicht hübsch? Diesen kleinen Norsk Spaelsau-Bock, der meiner schafhaltenden und spinnenden Nachbarin gehört, hat meine große Tochter "Strolch" getauft. Seine Schwester Susi ist seit kurzem unser Patenschaf.
Ist das nicht toll? Meine Tochter darf bei allem helfen, was so anfällt (Klauenpflege, Umzug der Schafe von einer Weide zur anderen, Schur) und ich bekomme die Wolle (natürlich beteiligen wir uns auch an den Futterkosten). Sie durfte sich ein Lamm aussuchen. Zuerst war ein Jakobschaf favorisiert, aber in Susi verliebte meine Tochter sich, weil sie so zutraulich ist und immer angelaufen kommt, wenn wir an der Weide stehen.
Und Strolch wird demnächst ebenfalls zur Familie gehören, weil meine Schwägerin ihn kaufen wird, um ihren Rauhwolligen Pommernschafen zu (dann nicht reinrassigen) Nachkommen zu verhelfen.

27. Mai 2010

Rockstars . . .



. . . diese Coolness, diese Frisur - Robert Plant und Jimmy Page sind nichts dagegen.



Ich freue mich auf das Spinntreffen nächste Woche bei der Halterin dieser Schafe.
@ Kerstin: Ich werde danach fragen, ob sie auch Wolle dieser Schafe verkauft. Wenn ja schicke dir gern mal eine Probe davon.
@ Gudrun: Es gibt noch mehr als 14 Gründe, ich würde dich auch gern treffen ;-)

25. Mai 2010

Vor der Haustür . . .

Keine 200 m von uns entfernt stehen auf einer Weide seit kurzem ca. 14 Muttertiere mit ihren Lämmern (es sind mindestens 14, vielleicht auch mehr). Als ich heute mit Clara an der Weide stand, haben wir die Halterin kennengelernt. Ich hatte es mir schon gedacht - sie spinnt. Ihre Schafe sind allesamt ausgezeichnete Wolllieferanten. Es sind Jakobschafe (oben), Gotlandschafe (das Schaf mit dem dunklen Kopf unten links ist eins davon, die beiden "schwarzen" Lämmer gehören dazu) und Norsk Spaelsau (ganz unten). Die Schafhaltung betreibt sie als Hobby, gibt aber auch ihr gesponnenes Garn und Rohwolle ab. Bei ihr findet auch regelmäßig ein Spinntreff statt. Unglaublicherweise fast bei mir um die Ecke. Tja, seit fast 10 Jahren wohnen wir hier auf dem Land und das war mir bisher entgangen :-). Nun freue ich mich neben den "Niederrheinspinnern" noch eine weitere Anlaufstelle zu haben.



Und da Naturfarben mir momentan so gut gefallen, habe ich ein Strickstück aus pflanzengefärbter Wolle begonnen (leider wie immer: die Farben sind in echt viel schöner, das Grün ist saftiger, das Gelb gelber, egal ob im lichten Schatten oder in der Sonne fotografiert). Bisher angestrickt sind folgende Färbungen:
rote Stockrosenblüten, Apfelbaumrinde überfärbt mit rotenStockrosenblüten, Apfelbaumrinde überfärbt mit schwarzen Stockrosenblüten, Apfelbaumrinde pur und Olivenblätter