25 Jahre ist es her, dass ich im Freundes- und Bekanntenkreis nach nicht mehr getragenen Blue Jeans gefragt habe. Wie im Rausch habe ich damals völlig autodidaktisch, ohne jemals vorher etwas genäht zu haben, Jeansdreiecke zugeschnitten, zu Quadraten zusammengenäht und Tage und Nächte damit verbracht diese Quadrate hin und her zu schieben und immer wieder neu anzuordnen.
Was dabei herauskam ist mein Design, hat mich sehr stolz gemacht und mein Futonbett in der ersten eigenen Wohnung geziert. Ich habe diese Decke dem Vater meines Sohnes geschenkt. Es gibt ein Bild von meinem Sohn mit ca. 9 Monaten, der strahlend darauf sitzt. Ich finde es sehr schön, dass diese Decke im letzten Jahr vom Vater, der seit vielen Jahren in der Schweiz lebt, an den Sohn übergeben wurde, der sie, was mich besonders freut, sehr zu schätzen weiß. Ich hatte sie ein paar Tage hier, um sie zu waschen, was nun in der neuen 8 kg fassenden Waschmaschine gar kein Problem mehr ist und ein paar offene Nähte zu flicken.
Gestern abend habe ich die Decke zurückgebracht, die nun als Tagesdecke auf dem neuen Bett zum Einsatz kommt. Da Semesterferien sind, alle Klausuren wider Erwarten bestanden sind, hat mein Sohn die Zeit genutzt, um mit Hilfe von Altgeselle Werner im "Schreinereimuseum" nebenan ein Bett für seine Freundin und sich und ein Kinderbett für das erwartete Söhnchen zu bauen. Beide Bette sind aus massivem Buchenholz.
Hier noch einmal die Decke, freundlich gehalten von Ludger, Géraldine und Ute, die nicht mit aufs Bild wollten. ;-)