Posts mit dem Label Färben mit Cochenille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Färben mit Cochenille werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

6. April 2014

Heute morgen in der Stockumer Wollwerkstatt . . .


. . . konnte ich die letzten Früchte meiner Cochenillefärbeaktion von Montag ernten. Da Ute gleich einen Anfängerspinnkurs gibt, hatte ich etwas Zeitdruck, denn aus 2 Riesensträngen mussten 2 Riesenknäuel gewickelt werden. Die 2 Riesenknäuel verwandelten sich in 10 wunderschön beerenfarbige Stränge. Für heute habe ich genug gehaspelt :-).
Zum Glück versaut die Bildbearbeitung, anders als bei den hellen Rosatönen, die Farben dieses Mal nicht.
Gefärbt habe ich auf wunderbar weichem Rosy Green Wool Vorlaufgarn.
Ich bin ganz verliebt in diese Farben, die morgen im Shop sein werden. Bereits eingezogen sind die Cochenillefärbungen auf Wolle/Seide Lacegarn und Sockenwolle und Rosy Green Wool Vorlaufgarn in leuchtendem Pink in der Stockumer Wollwerkstatt.


31. März 2013

Ostereier färben mit Cochenille


Gestern haben C. und ich meine Freundin und ihre Familie in der Eifel besucht. Im Gepäck hatten wir eine Nylonstrumpfhose, einen Mörser, ein paar getrocknete Cochenilleläuse und natürlich Eier, da wir einen Eierfärbetag geplant hatten.
5 Mädchen zwischen 4 und 14 und zwei Mütter haben dann losgelegt und dem Osterhasen zugearbeitet. Jedesmal ist es erstaunlich, wie unterschiedlich die Eier die Farbe annehmen. Wir haben mit wenigen Teelöffeln Cochenille und weniger als einem Teelöffel Essigessenz in drei Farbzügen auf braunen und weißen Eiern die unterschiedlichsten Rot- und Rosatöne erzielt. Fragt mich nicht nach einem Rezept, ich bin selbst jedes Mal wieder erstaunt und begeistert, was diese kleinen Läuse können. Das Altrosa des mittleren Eis oben zum Beispiel habe ich auf Eiern vorher noch nie erzielt.
Schwierig war es allerdings in der noch kargen Natur ein paar ungiftige Blättchen für die Dekoration der Eier (nach dieser Technik) zu finden.
Das erste Mal auf diese Art gefärbt habe ich vor mittlerweile 16 Jahren - wie die Zeit vergeht. Die Anregung fand ich damals in einem Apothekenblättchen.
Gelernt habe ich auch etwas, nämlich "Schlangenhauteier" zu färben. Ein Apfelsinennetzt wird zerschnippelt und um die Eier gebunden, fertig.


Meine Freunde hatten auch Wachteleierchen besorgt, die die Farbe sehr intensiv aufgenommen haben. Zwischen den großen Eiern sehen sie besonders niedlich aus.



Belohnt wurden wir dann mit einem Essen, das der einzige anwesende Mann für uns zauberte. Danke, lieber F.! :-)


Heute morgen habe ich dann bei uns im Garten (nachdem der Osterhase C. unseren Anteil der gestern gefärbten Eier gebracht hatte) ein paar Löwenzahnblätter und ersten Brennnesselaustrieb gefunden und noch ein paar Eier für meine Eltern, meinen Sohn und seine Freundin gefärbt, die wir heute morgen getroffen haben. Im heimischen Kochtopf erzielte ich dieses schöne Rot. Den Farbsud nutze ich grade, um noch etwas Kammzug damit zu färben :-)

Frohe Ostern euch allen!


1. Mai 2012

Auf der Suche nach der richtigen Farbe . . .


. . . für mein Tuch habe ich mich weiter dem Cochenillefärberausch hingegeben.


 @ Alpi: Ich stricke an diesem Tuch und bei der Farbgebung inspiriert hat mich ein Bild einer vergangenen Färbeaktion. Welche Cochenillefarbe jetzt dazu?



Hier nun der vorerst letzte Streich, begonnen nach dem Cochenillerezept 1 von Dorothea Fischer. Weicht man Cochenille ohne Weinsteinrahm oder Weinsäure ein, geliert sie. Es kostet einiges an Überwindung die Wolle in die wackelpuddingartige schwarze Pampe zu versenken. Greift man Stunden später in den Topf, um das Färbegut heraus zu holen, hat man das Gefühl in eine schwarze Qualle zu greifen :-)

Umso erstaunlicher sind die zarten Lilatöne, die zum Vorschein kommen, wenn man die schwarze Hülle abspült.


Komplett eingefärbt ist nun auch das handgesponnene Garn aus dem "Wolligen-Werkel-Wander-Paket".


Hier die Auswahl an Kammgarn (EINEN Strang brauche ich für das Tuch):


 Und hier der komplette Wahnsinn der letzten Tage:


25. April 2012

Noch mehr Cochenillefärbungen

 

Der gestrige Tag stand im Tag der Cochenilleschildlaus, bzw. ihrer herrlichen Farben.
Oben seht ihr einen von 3  handgesponnenen Strängen von Juliane aus einer Merino-Sojaseidenmischung, die ich dem "Wolligen-Werkel-Wanderpaket" entnommen habe.
Jeder, der selbst spinnt, weiss so einen Tausch besonders zu schätzen. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Juliane! Um möglichst schonend zu färben, habe ich ein Rezept gewählt, bei dem ich auf Vorbeize verzichten konnte.  
Um Nachfragen vorzubeugen: Es ist das Cochenille-Rezept 13 von Dorothea Fischer.

 

Ich habe den handgesponnen Strang im 4. Farbzug gefärbt und dabei noch einmal einen leicht gehäuften Kaffeelöffel Weinsteinrahm zugegeben, da die Farbe zunächst sehr blass blieb (das ist eine "Improvisation" von mir).
Unten seht ihr Farbzug 1,2,3 und 5.
Sehr knallig geworden ist der mit Tonerdkaltbeize gebeizte Strang Sockenwolle rechts. Ich muss bei dieser Farbe immer an  peruanische Mützen denken.

 

Hier noch einmal die Farben vom Wochenende, gefärbt nach Dorotheas Rezept 2.
Hier habe ich direkt 2 Stränge pro Farbzug gefärbt.


Weil es so schön ist, noch einmal ein Gruppenbild!



24. April 2012

Nicht dass ihr denkt . . .


 . . . ich würde nicht mehr färben. Grade am Wochenende habe ich mich mit Cochenillefärbungen vergnügt. Weitere Stränge, die ich heute gefärbt habe, trocknen noch. Es haben sich drei im März entstandene Rotholzfärbungen dazwischen gemogelt. Wenn ich sie nicht beschriftet hätte, würde ich sie vermutlich bald nicht mehr auseinander halten können.


Etwas sanfter zeigen sich diese vier mit Brennnesselkraut und Löwenzahnblüten gefärbten Stränge. Ob es an der Kälte und seltenen Sonne liegt? Lediglich der erste Zug der Löwenzahnblüten färbte kräftiges Gelb.


9. April 2012

Frohe Ostern!

Dieses Jahr hat der Osterhase es geschafft, wieder rote Cochenilleeier zu färben, deren Leuchtkraft unserer Jüngsten beim Eiersuchen zu Gute kam. Auf der Ferieninsel haben wir auf die Schnelle am Samstagabend im Dunkeln nur Löwenzahn, Gänseblümchen und Brennnesseln gefunden. Es eignen sich für diese Art der "Eierkunst" alle Blüten und Blätter, die ungiftig sind, wenn man die Eier essen möchte. Cochenille ist ebenfalls als Lebensmittelfarbe zugelassen. Wie es geht seht ihr hier
Mit zwei schwach gehäuften Eierlöffelchen gemahlener Cochenille habe ich 12 Eier in 2 Zügen gefärbt.

14. Januar 2012

Lust-Strick


Mein aktuelles Stricklustobjekt seht ihr oben. Vielleicht erkennt es die ein oder andere.
Es strickt sich wie von selbst, weil ich sowohl Farben als auch Garn besonders liebe. Ich verstricke  Noro Kureyon.

Komplett dem Tauchwanderpaket entstiegen sind nun diese 3 Stränge. Cochenille- und krappgefärbt auf Hightwistgarn. Ich habe es selbst noch nicht verstrickt, finde aber, dass es toll aussieht.

26. Oktober 2011

Noch mehr Cochenillefärbungen


Dieses Mal habe ich nach dem Cochenillerezept 2 von Dorothea Fischer gefärbt. Die Färbung soll in 3 Zügen "Rot" ergeben.


So sah das im ersten Zug gefärbte Garn vor dem Waschen und Spülen aus. Ein Rot, das mich sehr an Krapprot erinnert. Das mir schon bekannte Mysterium folgte:
Aus dem warmen Rot wird nach dem Waschen und Trocknen ein dunkler Beerenton. Wieder einmal frage ich mich, ob ich "magisches Wasser" habe oder merkwürdiges Waschmittel benutze, letzteres ist zumindest nicht der Fall.

Auch Farbzug 2 und 3 wandelte sich von warmem Rot zu Beerenfarben, die mir aber zweifellos sehr gut gefallen.


Nun zum 4. Zug: Der ist im Rezept nicht vorgesehen. Da der Sud noch sehr farbkräftig aussah, habe ich kaltgebeiztes Kammgarn gefärbt, dass sämtliche Farbpigmente aufgesogen hat, danach war der Sud fast klar (das habe ich bei Cochenillefärbungen noch nie so drastisch erlebt).


Hier sieht man deutlich wie grell rosa die Wolle geworden ist (rechts der 5. Farbzug nach Cochenillerezept 1 ist zwar auch rosa, aber es fehlt der "Neoneffekt"). Entweder mag man es oder nicht. Ich mag´s, ist ja schließlich eine Naturfarbe.

23. Oktober 2011

Cochenillefärbung in 6 Zügen und ein schönes neues Spielzeug


Meine Lust auf das Färben von Rottönen ist ungebrochen. Vorgestern morgen setzte ich die Cochenille mit Wasser an und begann nachmittags mit der Färbeaktion - durchgängig auf dem selben Material, dem heißgeliebten Schurwollkammgarn von Wollknoll. Ich habe mich dieses Mal ganz streng an das Cochenille-Rezept Nr. 1 von Dorothea Fischer gehalten, nur dass ich das Garn für die beiden letzten Farbzüge statt Alaun mit Tonerdkaltbeize nach J. Harborth gebeizt habe.
Ich liebe diese Farben, insbesondere die ersten beiden Farbzüge (linker "Turm" von oben nach unten: 1., 2. und 3. Farbzug, rechter "Turm" von oben nach unten: 4., 5. und 6. Farbzug).


Große Freude hat mir gestern ein Paket von der Zauberwiese bereitet, denn es enthielt mein neues Lieblingsspielzeug, den "Heavy Duty Ball Winder". So sehr ich auch das Wickeln mit der Nostepinne schätze, größere Mengen Wolle möchte ich damit nicht verarbeiten müssen.
Das wunderschöne Geschenk dazu: Ein Strang Kaschmirsockenwolle in traumhaften Farben (links im Bild).

@ Alpi und Susanne: Normalerweise wäre das auch nicht ganz meine Preisklasse, aber ich habe am Zenit des Goldkurses kaltblütig ein lange gehortetes Goldstück verkauft (welches ich vor Jahren mit der Auflage es ausschließlich für mich zu verwenden von meinem Vater geschenkt bekam) und der Erlös wird nun ausschließlich für wollige Wünsche ausgegeben.

27. August 2010

Im Rausch der Cochenillefarben . . .



. . . befinde ich mich derzeit. Alle Stränge habe ich vorgestern gefärbt. Oben auf Schurwollkammgarn, unten auf Opal-Sockenwolle und ganz unten auf Trekking Sockenwolle. Alle Stränge habe ich im selben Sud gefärbt, der allerdings im Laufe des Tages einige Verwandlungen durchlief, was die Zugabe von Hilfsmitteln wie Weinsteinrahm und Weinsäure betrifft. Zudem waren die Stränge teils ungebeizt und teils mit Kaltbeize AL vorbehandelt.



Das sind alle Stränge der letzten 3 Cochenillefarbaktionen, die ich noch hier habe.

15. August 2010

Die trockenen Stränge


Mit diesen Bildern verabschiede ich mich für ein paar Tage. Ich mache mit meinen Mädchen und meiner Mutter eine Frauenwoche :-)

Oben von links nach rechts: 3.,2.,1. Zug der Zwiebelschalenfärbung, 1.2.3.4. Zug der Cochenillefärbung (nicht alle Farbzüge sind auf dem Bild)

Unten von links nach rechts: 1., 2. Zug der Schachtelhalmfärbung (trotz Weißabgleichs in original anders, nämlich gelber) ungefärbtes Garn und 1.,2.,3. Zug der Zwiebelschalenfärbung

Danke dir Tina für den Hinweis. Die Herkunft der Pflanze und das Färbegut spielen sicher eine große Rolle dabei, welche Farbe ensteht. Auf Sockenwolle z.B. wird die Zwiebelschalenfärbung noch viel kupferfarbener.

25. April 2010

Mein Färbersonntag


Es ist vollbracht, die Färbungen der letzten Tage sind alle gewaschen, gespült und getrocknet und strahlen im frühen Morgenlicht. Ich bin mit dem Ergebnis sehr glücklich. Es erstaunt mich, wie alle Farben miteinander harmonieren, auch, oder besonders so ungewöhnliche Kombinationen wie Kupfer und Violett.


Zwiebelfarben


Gut gefallen mir die Schals aus Wollstoff rechts, sie sind luftig und doch wärmend.


Die Pongé- und Chiffonseiden mal unter sich.


Die komplette Färbung im Überblick. Die 5 Cochenillestränge links sind auf reiner Schurwolle gefärbt. Die 5 rechts auf Opal-Sockenwolle. Der Unterschied hielt sich doch sehr in Grenzen, lediglich bei den hellen Rosatönen fällt auf, dass die Sockenwolle die Farbe intensiver aufgenommen hat, sie waren nämlich zusammen in einem Farbbad.


Gefärbt habe ich mit roten und braunen Zwiebelschalen und Cochenille, gebeizt habe ich das Färbegut mit Weinsteinrahm und Alaun oder gar nicht.

Und zum Schluss ein dickes Dankeschön an Dorothea, deren Bücher so wunderbar in die Welt des Färbens einführen!

@ Daniela: Es ist das Cochenille-Rezept Nr. 1